Serie „Weintrauben“ Nr. 2: spanische Traubensorten

Spanien hat die größte Weinanbaufläche aller Weinerzeugerländer mit ca. 1,2 Mio. ha. Anbaufläche. Obwohl Spanien unter Weinliebhabern sehr bekannt ist als Rotwein-Land, hat Spanien die größte Weissweinproduktion weltweit.

Rotweine

  • Tempranillo: Berühmte Vertreter sind die Rioja-Weine.
  • Grenache (Garnacha Tinto): Diese Traubensorte ist hauptsächlich im Norden von Spanien zu finden. Sie hat sich auch im Süden von Frankreich etabliert.
  • Bobal: Es entstehen daraus kaum reinsortige Weine, sie wird häufig verschnitten Monastrell. Aus dieser Traube wird oft auch Traubensaftkonzentrat hergestellt. Als Traube ist Bobal in den Weinen „DO Utiel-Requena“ zugelassen.

Weissweine

  • Airen: Diese weiße Traubensorte nimmt mit über 300.000 ha die größte Anbaufläche in Spanien ein. Sie wird hauptsächlich in Kastilien–La Mancha angebaut, weil sie dank ihrer Widerstandsfähigkeit gegen Hitze und Trockenheit dort gut gedeihen kann. Diese Traube wird sehr stark auch für die Brandy-Herstellung verwendet oder mit anderen Traubensorten verschnitten.
  • Xarell-Lo (Pansa Blanca, Pardino): Diese Traube hat für die spanische Cava-Produktion eine große Bedeutung und wird daher vorwiegend in Katalonien im Gebiet „DO Penedes“ angebaut.
  • Macabeo: Die Weine aus der Traubensorte Macabeo sind typischerweise mit blumigem Bouquet ausgestattet und sind alkoholreich mit wenig Säure. Die Traubensorte Macabeo verträgt große Trockenheit und wird daher in vielen Regionen Spaniens angebaut. In Penedes entstehen zusammen mit Xarel-Lo und Parellada die Cavas, im Gebiet Rioja und Rueda entstehen daraus sortenreine, fruchtige Weine oder sie wird zusammen mit Airen oder Verdejo verschitten.

Enebral, 2007

Enebral verietal verdejo, D.O. Rueda, 2007, Liberalia Enologica S.L.

Heute haben wir einen schönen Weißwein probiert – den „enebral“ aus Valladolid (Kastilien) von dem Weingut Liberalia Enologica S.L.
Dieser Wein der Traubensorte „verdejo“ ist ein typischer Sommerwein, fruchtig und angenehm ausgewogen. Bereits in der Nase zeigt sich der junge Wein sehr fruchtig und deutet an, dass ein Geschmack nach exotischen Früchten folgt. Tatsächlich glänzt dieser Wein mit dem Geschmack nach Zitrone, Grapefruit und auch leicht nach exotischen Früchten. Der schwache Pfirsich-Geschmack bleibt eher im Hintergrund.
Der Wein ist deutlich spritzig und erfrischend und erinnert mit einem Hauch an frisches Gras, im Abgang ist er dann eher unspektakulär, bleibt seinem fruchtigen Gesamtbild aber treu. Insgesamt ein Wein, der Lust auf mehr macht und in unserer Runde einstimmig 8 von 10 Punkten auf der wine-check-Skala von 0-10 bekommt.