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Take a Wine Break: Unique Wine-tasting Holiday Ideas

Mittwoch, 09. Januar 2013 von Guest

wine-tasting-holidayNow that the holidays are over, it’s time to start planning your summer getaway. As an adventure-seeking wine enthusiast, you may want to bypass the typical Caribbean retreat or cruise and incorporate your hobby into your holiday. Wine-tasting trips have become quite popular within the last few years as more wine lovers are travelling the globe in search of the ultimate tasting experience

Whether you opt to go with a tour group or create your own wine-inspired expedition, there are numerous ways to make wine tasting and vineyard tours the focus of your holiday. Here we’ve rounded up a few fun, interesting, and different ideas for a wine-fueled vacation.

Explore North America’s Coastal Wine Countries

The United States is home to some of the world’s most notable wineries and vineyards, making it the ideal region for wine-tasting travel. If you’ve ever seen the American film Sideways you’re already familiar with wine tourism on the western coast of the U.S. Starting in northern California and stretching across several counties, California’s wine country is a popular destination among wine lovers and those who enjoy vineyard exploration. Approximately 400 wineries are scattered along California’s wine country, mostly situated in Napa and Sonoma counties. In addition to wine tours, the region has many spas, resorts, and hot springs. It is also a great place for hiking, shopping and savoring culinary delights.

If you’ve already travelled through California’s wine country and are searching for new vineyards to tour, we suggest you check out the wineries along the east coast. From Maine to Virginia, the east coast offers just as many vineyards as California, but aren’t as crowded or touristy. There are also an abundance of small wineries that hold wine-tasting festivals with family-friendly activities, including grape stomping and wine-making education. No matter which U.S. region you make your wine pilgrimage to, remember to pack clothing that is versatile, and climate appropriate. Retailers like Marks & Spencer are full of the latest fashions for the spring and summer seasons, and offer clothing for a variety of holiday activities.

+++++  this is a guest editorial on blog.wine-check.de +++++

Wein-Blogger Konferenz (EWBC 2011) in Brescia

Freitag, 14. Oktober 2011 von konrad

Diesmals sind es über 200 Wein-Blogger aus aller Welt, die sich für zwei Tage zu einem einzigartigen Event – EWBC 2011 – treffen, dieses Jahr in Brescia (Italien, Franciacorta). Einige sind alte Bekannte, die von Kopf bis Fuss Wein lieben und die Gelegenheit nutzen, hier mit anderen Weinbloggern zu fachsimpeln und sich über die neuesten Entwicklungen im Web bzw. in der Weinwelt auszutauschen. Die Weinproduzenten aus der Gegend präsentieren “franciacorta”, ein italienischer Schaumwein der allerersten Liga. Eine Blindverkostung zusammen mit guten Champagnern wäre sicherlich eine hochinteressante Erfahrung.

Warum fahren 200 Blogger aus über 40 Ländern zu einer Konferenz nach Italien, um dort Tag und Nacht Wein zu probieren und sich auszutauschen?
Die Antwort ist überraschend einfach: “wie kann ich mit coolen Weinliebhaber ein Wochenende lang Weine probieren, eine wunderschöne Weinregion kennenlernen, gutes Essen geniessen und das alles für fast kein Geld?” Was wollen die Blogger in Brescia erreichen? Also fragen wir sie einfach, die Antworten kommen prompt und sind vielfältig:
- Freunde treffen
- So viele Weine wie möglich probieren
- Winzer treffen
- Eine typische Weinregion kennenlernen
- Ich bin auf der Durchreise und nehme diese Erfahrung mit
- Ich möchte mehr über die neuesten Entwicklungen in der Welt der Wein-Blogger kennenlernen.

Das alles sind erwünschte Antworten, die ein wichtiges und gemeinsames Ziel vertuschen: Die Wein-Blogger verdienen ihr Geld mit anderen Aktivitäten als bloggen, sie bloggen aus Leidenschaft und sie würden aus dieser brotlosen Kunst gerne einen Beruf machen.

Alkoholkonsum deutscher Jugendlicher ist rückläufig

Montag, 28. März 2011 von konrad

Die neueste Veröffentlichung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) bestätigt einen erfreulichen, langfristigen Trend: der regelmäßige Alkoholkonsum unter den deutschen Jugendlichen ist weiter zurückgegangen. Im vergangenen Jahr tranken 34,5% der jungen Erwachsenen mindestens einmal wöchentlich Alkohol, das ist der geringste Anteil seit Beginn dieser regelmässigen Befragung in den 70er Jahren.

Trotz dieses erfreulichen Trends finden sich in der jüngst veröffentlichen Studie der BZGA auch einige die bedenkliche Feststellung zum weiterhin hohen „täglichen Konsum riskanter Alkoholmengen“, dazu gehört auch das sogenannte “Komasaufen”. Das ist der Alkoholkonsum, der über den als unbedenklich geltenden Menge für Erwachsene liegt und deshalb bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen besonders gefährlich ist.

Jeder siebte 16- bis 17-Jährige und jeder fünfte 18- bis 21-Jährige konsumiert täglich eine Alkoholmenge, die das Risiko für gesundheitliche Schäden erhöht und deutlich über dem empfohlenen Grenzwert des relativ unbedenklichen täglichen Konsums liegt. Bei Männern liegt dieser Grenzwert beispielsweise bei 24 g Alkohol (das entspricht ca. 0,5 Liter Bier oder ca. 0,25 Liter Wein).
Die BZGA gibt deshalb auch keine Entwarnung und setzt weiter auf Prävention und startet die bundesweite Informationstour “Alkohol? Kenn dein Limit”.

(Mehr Informationen dazu unter www.kenn-dein-limit.de)

Chinas Weinproduktion steigt gegen den Trend

Montag, 28. März 2011 von konrad

Das Bild von China als gigantische Wirtschaftsmacht ist uns allen geläufig. Eine große Zahl an Produkten wird günstig in China hergestellt und in die übrige Welt exportiert. Immer stärker wird China aber auch selber ein Absatzmarkt für hochpreisige Produkte, die Chinesen verfügen über eine steigende Kaufkraft. Die europäischen Autobauer können davon ein Lied singen, die Verkaufszahlen in China steigen rasant an.

Ebenso ist ein guter, hochklassiger Wein aus Europa ein begehrtes Luxusgut in China und der Durst der gut betuchten Chinesen nach exklusivem Wein ist groß. Das erklärt zum Beispiel, dass die begehrten Bordeaux-Weine in China deutlich höhere Preise erzielen als in Europa. Der Shanghai Korrespondent des englischen Telegraphs berichtet, dass guterhaltene leere (ja, leere) Flaschen von einigen exklusiven französischen Bordeaux-Weinen für bis zu mehrere hundert EUR gekauft werden, um sie dann wieder zu befüllen und an reiche Chinesen zu verkaufen. Ob die Käufer den Betrug erkennen und wie sie darauf reagieren, ist leider nicht bekannt.

Eine weitere Folge des steigenden chinesischen Weinkonsums ist, dass sich auch die chinesische Weinproduktion vermehrt mit trockenen, qualitativ hochwertigen Weinen befasst. Dazu passt der Trend, dass China in den vergangenen Jahren regelmäßig seine Weinproduktion gesteigert hat und mittlerweile so viel Wein produziert wie Deutschland (ca. 10 Mio. hl). Bis zu den „TOP 3“ der Weinproduktion (Frankreich, Spanien, Italien) besteht allerdings noch ein großer Abstand von ca. 20 Mio. hl, aber die Weinproduktion in den traditionellen Weinländern hat sich in den vergangenen Jahren stetig verringert und die Weinproduktion in China hat sich jeweils deutlich vergrößert. Man kann durchaus erwarten, dass zunächst die chinesischen Weinliebhaber immer mehr chinesische Weine konsumieren und dass in wenigen Jahren chinesische Weine auch in Europa im Handel auftauchen und eine Konkurrenz für die etablierten Weine darstellen könnten.

(Quellen: cnngo.com, winechina.com, reportsandreports.com, oiv.org)

Mehr Bio geht nicht: Cascina Belmonte in Muscoline

Donnerstag, 16. Dezember 2010 von konrad

cascina belmonteHeute möchte ich Euch ein Weingut vorstellen, das durch und durch ökologisch Weine anbaut und sehr überzeugend zeigt, dass gerade Bio-Weine auch exzellent schmecken können – Cascina Belmonte von Enrico di Martino in Muscoline beim Gardasee.

Der Vater des heutigen Winzers Enrico di Martino kam aus Sizilien in diese Gegend und war überwältigt vom tiefen, satten Grün und vom Duft zwischen den sanften Hügeln. Er erinnert sich „… im Herbst mit satten Farben und reichen Aromen ging ich unter einem nicht enden wollenden Regen fallender Blätter, der auf meine Füße nieder fiel. Ich verlor jegliches Zeitgefühl und da beschloss ich, dass ich hier für immer bleiben würde und auf den Frühling mit neuen Kornblumen und Primeln warten würde …“

Genau diese magische Umgebung möchte Enrico heute erhalten und verzichtet konsequent auf alle Herbizide und verwendet stattdessen biologische Methoden der Schädlingsbekämpfung. Diese Haltung ist nicht einfach nur Mode und Marketing-Argument – sie entspricht bei ihm einer Überzeugung und Weltanschauung. Daher ist es nur konsequent, dass die cascina auf Ihre Fahnen schreibt „Ethik, nicht Etikette“. Das Gespräch mit dem jungen Winzer kommt dementsprechend schon sehr bald auf Themen wie Gerechtigkeit, Naturschutz, Globalisierung und Ökologie. Es sind diese Themen, die den jungen Winzer fest im Griff haben und die auch die Überzeugung des gesamten Teams in der Cascina Belmonte widerspiegeln.

Dieses Team bearbeitet 6 ha und produziert 15.000 Flaschen jährlich. Diese 15.000 Flaschen haben es in sich – sie sind einmal mehr der Beweis dafür, dass es abseits der ausgetretenen Pfade von Merlot, Grenache und Cabernet-Sauvignon auch interessante autochtone Rebsorten zu entdecken gibt. Vier Rotweine, einen Weißwein und einen Roséwein produzieren die jungen Weinbegeisterten in der Cascina Belmonte. Zwei interessante Weine sind ausschließlich aus regionalen Weintrauben gekeltert, der „Singia“ aus 100% Rebo und der „Marzemino“ aus 100% Marzemino. Besonders der Singia hat mir persönlich gut gefallen, er hat eine fruchtige Frische mit einem Hauch Würze, ein interessanter Wein ohne Schnick-Schnack und ohne Barrique-Ausbau, er ist ein Wein für viele Gelegenheiten.

Einen ganz besonderen Wurf ist der Cascina Belmonte mit dem „San Giovanni Riserva“ gelungen, einem Cuvée aus Cabernet, Rebo, Marzemino und Merlot. Ein üppiges, fruchtiges Bouquet nach Kirschen, Waldbeeren, etwas Vanille und auch Marzipan lässt schon ahnen, dass dieser Wein etwas Besonderes ist. Im Geschmack zeigt er, dass er ein Jahr in einem Holzfass gelagert wurde und überzeugt durch eine wunderbare Ausgewogenheit und einen langen Abgang. Dieser Wein bleibt mir noch lange im Gedächtnis. Ein Wein, der sehr überzeugend beweist, dass „Bio“ auch beim Wein exzellente Qualität hervorbringen kann.

Weinjahrgang 2010 – ausser Spesen nichts gewesen?

Montag, 15. November 2010 von konrad

Bei verschiedenen Weinproben in Wien und München im Herbst 2010 habe ich über 100 Winzer getroffen und sie auf die Ernte 2010 angesprochen. Die Winzer aus Österreich und Deutschland haben nahezu alle ein miserables Jahr für das Wachstum der Trauben erlebt, der Sommer war viel zu nass. Deshalb sind die Erträge – zumindest betreffend Quantität – eher bescheiden ausgefallen. Nimmt man die Quintessenz aller Aussagen, so entspricht die Menge der geernteten Trauben einer Einbusse von ca. 20% bis 40%, in manchen Fällen wurde sogar “die Hälfte” erwähnt. Das alleine sagt nun aber noch nichts über die Qualität aus, denn eine grobe Faustregel im Weinbau besagt, dass Menge und Qualität gewissermassen zwei Seiten einer Waage entsprechen, also “wenig Menge = mehr Qualität”. Aber ist das auch im regenreichen Jahr 2010 so?

Diese Frage habe ich auch den Winzern gestellt: Wie schätzen Sie die Qualität des Jahrgangs 2010 ein? Manchmal kam als Antwort ein betretenes, fast verlegenes Lächeln. Schon weit häufiger sind die Winzer zweckoptimistisch, dass der Jahrgang 2010 zwar vielleicht nicht der Beste wird, aber sich durchaus sehen lassen kann und die Weine auch mindestens eine durchschnittliche Qualität erreichen. Einige schon bereits probierte Weissweine aus diesem Jahrgang haben diesen Eindruck durchaus bestätigt, auch wenn die Weine erst gerade abgefüllt waren und deshalb ihren späteren Charakter allenfalls erahnen lassen. Es lässt sich insgesamt feststellen, dass die Winzer nach der Weinlese 2010 mehr als sonst gefordert sind, ihre Erfahrung und ihr Können unter Beweis zu stellen, denn in diesem Jahr wird die einfache Formel “wenig Menge = gute Qualität” nicht ohne weiteres zutreffen.

European Wine Bloggers Conference 2010

Donnerstag, 28. Oktober 2010 von konrad

EWBC Vom 22.-24. Oktober trafen sich ca. 200 Wein-Blogger aus über 30 Ländern in Wien und diskutierten über aktuelle Themen im Bereich online-publishing und/oder über Wein.

Resultate der Konferenz

Selbstredend wurden auch zahlreiche Weine probiert. Die überaus professionell organisierte Veranstaltung (Danke an Gabriella and Ryan Opaz von Catavino und an Robert McIntosh von The Wine Conversation!) wurde nicht zuletzt möglich durch zahlreiche und grosszügige Sponsoren.
Aber was hat die Konferenz gebracht? Suchten die Wein-Blogger mal wieder einen Grund, so richtig zu feiern und in angenehmer Atmosphäre viele gute Weine zu probieren? Wollten die Sponsoren und Winzer einfach nur das Potential von Twitter, Facebook und Co. nutzen und auf diese Art und Weise eine am Ende kostengünstige Werbekampagne durchführen?
Das Sprichwort “ohne Feuer kein Rauch” gilt auch hier und der Spass kam an diesem Wochenende wirklich nicht zu kurz, aber das ist längst nicht die ganze Wahrheit. Manche workshops und Vorträge setzten sich mit überaus aktuellen Themen wie “ist ein Blog aus juristischer Sicht eine private Meinungsäusserung oder ist der Blogger ein professioneller Verleger mit allen Rechten und Pflichten?” oder auch “haben die Blogger die moralische Pflicht, den Kampf gegen den Alkoholmissbrauch zu unterstützen?“.
Klar wurde aus meiner Sicht, dass die Wein-Blogger sich alle mit dem Thema Wein mit viel Leidenschaft auseinandersetzen und dass sie dazu beitragen, die Wein-Expertise im Internet aus dem “ivory tower” herauszuholen – wie es Elin McCoy in ihrem Vortrag nannte – und damit diese Leidenschaft für den Wein einer grösseren Gruppe von Weinliebhabern zugänglich machen. Die Wein-Blogger sind dabei, die Distanz zwischen den “Wein-Gurus” und jedermann zu verkleinern.

Österreichischer Wein

Ein anderes wichtiges Thema war naturgemäss für eine Konferenz zum Thema Wein-Blogging in Wien der österreichische Wein. Einige wussten schon, dass aus Grünem Veltliner, Blaufränkisch und St. Laurent in Österreich Weine hergestellt werden, die nicht nur gut schmecken, sondern die Konkurrenz mit Burgund, Bordeaux, Chianti und vielen anderen Weinregionen nicht zu scheuen brauchen. Es gibt in Österreich viel zu entdecken und wer einen guten Grünen Veltliner oder einen ausgewogenen “Blaufränkisch” sucht, der kann unter den zahlreichen und vielen größeren und vor allem auch kleineren Winzern in Österreich fündig werden und wird nicht enttäuscht sein! Einige Links hier unten sollen Euch helfen, wenn Ihr Österreichische Weine entdecken wollt (Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit).

Born Digital Award: Neuer Preis für online Wein-Publikationen

Dienstag, 26. Oktober 2010 von konrad

wine-check.de war an der European Wine Bloggers Conference in Wien (22.-24. Oktober 2010) auch vertreten und konnte mit Freude erfahren, dass es im Bereich online-publishing einen neuen Preis gibt, den “Born Digital Award”, der jetzt in Wien vorgestellt wurde.

Der Preis wird in vier Kategorien vergeben:

  • Best Investigative Wine Writing
  • Best Editorial Wine Writing
  • Best Wine Tourism Feature
  • Best Wine Themed Video
  • Best Winery Self Produced Content

Die Jury ist prominent besetzt und steht für die Seriosität dieses Preises. In der Jury sitzen:

  • Jancis Robinson
  • Evan Schmittman
  • Elin McCoy
  • Patrick Schmitt
  • Robert Joseph

Alle Beiträge (in allen Sprachen, auch in deutscher Sprache) sind willkommen, auch wenn die website borndigitalwineawards.com nur in englischer Sprache verfügbar ist.

Serie “Weintrauben” Nr. 5: Merlot

Mittwoch, 29. September 2010 von konrad

Der Name stammt vom französischen “merle” (die Amsel) und belegt, dass die Traube ursprünglich in Frankreich, vor allem in der Bordeaux-Region, angebaut wurde. Dort ist Merlot der Hauptbestandteil bei einigen grossartigen Weinen aus St.-Emilion und Pomérol.  Merlot ist ertragreich, reift früh und bringt geschmeidige Rotweine mit weichem, fruchtigen Geschmack und hohem Alkoholgehalt hervor. Deshalb ist Merlot auch ein  optimaler Verschnitt-Partner für viele andere Traubensorten, er verleiht anderen Traubensorten etwas mehr Milde und Ausgewogenheit.
Merlot wird in fast allen Weinländern der Welt angebaut, am häufigsten in Frankreich, Italien, Kalifornien, Chile, Argentinien und Australien. In einigen Regionen sind auch sortenreine Merlot-Weine bekannt, vor allem in Italien oder auch im schweizerischen Tessin, aber auch der legendäre “Château Pétrus” hat mindestens einen 95%-Anteil an Merlot.

Die Merlotweine haben eine kräftige, dunkle und tiefrote Farbe und zeigt ein üppiges Bouquet nach Waldbeeren, Himbeeren, Erdbeeren, häufig auch nach Pflaumen mit dezenten würzigen Noten.

Serie “Weintrauben” Nr. 4: italienische Traubensorten

Dienstag, 21. September 2010 von konrad

Mit einer Anbaufläche von ca. 800.000 ha gehört Italien zu den größten Weinproduzenten der Welt. Die Anbaufläche ist allerdings zurückgegangen, im Jahr 1990 waren es noch über 1.000.000 ha und im Jahr 2000 waren es noch über 860.000 ha. Was die Menge des jährlich produzierten Weines betrifft, so ist Italien zusammen mit Frankreich an der Spitze der weinproduzierenden Ländern mit über 40 Mio hl. Italien hat eine außerordentliche Vielfalt an Traubensorten, die am meisten verbreiteten davon sind:

Rotweine

  • Sangiovese
  • Montepulciano
  • Barbera

Weissweine

  • Trebbiano
  • Cataratto
  • Garganega

Sangiovese: Der Name „Sangiovese“ stammt vom lateinischen Sanguis Jovis (das Blut Jupiters), die Traube wurde aber schon vor 2.500 Jahren von den Etruskern angebaut. Die SangioveseTraube hat sich in der Heimat der Etrusker behauptet – in der heutigen Toskana. Die bekanntesten Sangiovese Weine sind der Brunello die Montalcino und die Chianti-Weine.

Montepulciano: Die Traubensorte Montepulciano wird häufig irrtümlicherweise mit dem Ort Montepulciano in der Toskana und dem von dort stammenden „Vino Nobile die Montepulciano“ in Verbindung gebracht. Der bekannteste Wein aus den Trauben Montepulciano stammt aber hauptsächlich aus den Abruzzen und heißt deswegen auch „Montepulciano d’Abruzzo“.

Barbera: Diese Traubensorte wird hauptsächlich in den Regionen Piemont, Lombardei und Emilia-Romagna im Norden Italiens zu sortenreinen Weinen verarbeitet, ist aber auch in anderen Regionen und in anderen Weinanbaugebieten (wie etwa in Kalifornien, Argentinien und Südafrika) vertreten. Der Barbera wird zu in einigen sortenreinen DOCG-Weinen verarbeitet, von denen die bekanntesten die Bezeichnungen Barbera d’Alba, Barbera d’Asti, Barbera del Monferrato tragen.

Trebbiano: Die Traubensorte Trebbiano ist in Italien und in Frankreich (dort bekannt als Ugni Blanc) die wichtigste weiße Traubensorte. Sie ist widerstandsfähig gegen Frost und liefert einen hohen Ertrag und Weine mit wenig Alkohol, aber kräftiger Säure. Aus den Trebbiano-Trauben werden selten sortenreine Weine hergestellt, sie ist in Italien aber in sehr vielen DOC-Weinen vertreten. Nicht nur Wein entsteht aus der Trebbiano-Traube, auch der berühmte „Aceto Balsamico“ wird daraus produziert und in Frankreich wird aus dem überwiegenden Teil der Ernte gar kein Wein hergestellt, sonder Cognac.

Cataratto: Diese weiße Traubensorte ist im Süden Italiens – in Sizilien und Kalabrien – eine wichtige Traubensorte. Sie wird in seltenen Fällen zu sortenreinen Weinen verarbeitet, ist aber in vielen Weißweinen vertreten und hat im DOC-Wein „Alcamo“ sogar den Hauptbestandteil.

Garganega: Die Traubensorte Garganega wird hauptsächlich in der Region Veneto angebaut, dort findet man sie beispielsweise in den DOC Weinen „Soave classico“.

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